Landschaftspark Tivoli, Rožnik, Šišenski hrib ,
Die Region, die im Jahr 1984 zum Naturschutzpark erklärt wurde, umfasst den Stadtpark Tivoli und die mit Wald bewachsenen Hügel Rožnik und Šišenski hrib. Der Landschaftspark, der als untrennbarer Teil der Identität von Ljubljana gilt, umfasst satte 500 Ha. Es handelt sich um ein geschütztes Gebiet, in dem sich sowohl natürliche als auch kulturelle Raumelemente erhalten haben, ebenso wichtig ist aber auch die soziale und Freizeitfunktion des Gebietes. Auf der westlichen Seite des Berges Šišenski hrib befindet sich an der Stelle, wo einst eine Tongrube war, heute der Teich Koseški bajer, der einen wichtigen Lebensraum für einige seltene und gefährdete Tierarten darstellt und überhaupt eines der wenigen stehenden Gewässer in Ljubljana ist. Am östlichen Ufer wurde zur Entspannung am Wasser eine Holzplattform eingerichtet.
Die Kirche der Mariä Empfängnis auf Rožnik
Die Kirche der Mariä Empfängnis steht auf dem Gipfel des Hügels Rožnik, auf dem Cankarjev vrh. Von der südlichen Seite von Ljubljana und von Barje (Moor von Ljubljana) aus ist sie bereits von weitem erkennbar; wegen ihrer Lage, der roten Fassade, aber auch, weil sie nachts beleuchtet ist.
Die Kirche wurde bereits im 16. Jh. erbaut, ihre heutige Barock-Gestalt bekam sie allerdings erst im 18. Jh. (Architekt: Candido Zulliani).
Gasthaus Rožnik
Im Jahr 1747 wurde unterhalb der Kirche das erste kleine Gasthaus erbaut, man nannte es Pri Matiji. Zum Gasthaus gehörte auch ein großes Landgut mit Wiesen, Obst- und Gemüsegärten. Im Jahr 1869 öffnete das neue Gasthaus – heute als Gasthaus Rožnik bekannt – zum ersten Mal seine Pforten.
1905 wurde es vom Kärntner Slowenen Karel Bergman erworben und fünf Jahre später quartierte sich der slowenische Schriftsteller Ivan Cankar bei ihm ein und blieb bis zu seinem Tod im Jahr 1917. Die jetzigen Besitzer und Verwalter sorgen für das kulturelle Erbe und die Umgebung. Im Gasthaus werden slowenische Spezialitäten zubereitet.
Ivan Cankars Gedenkzimmer und Denkmal
Von den drei größeren Lebensstationen des slowenischen Schriftstellers Ivan Cankar – Vrhnika, Wien und Ljubljana – nimmt Ljubljana einen ganz besonderen Platz ein. In der Zeit zwischen 1910 und 1917 fand Cankar auf dem Rožnik nämlich sein zweites Zuhause. Er genoss die Gastfreundlichkeit der Familie Francotovi – Gasthausbesitzer – zu der er bereits seit seinen Schultagen eine enge Freundschaft pflegte. Anfangs wohnte er im Wirtschaftsgebäude gegenüber dem Gasthaus, in einem kleinen Haus, rechts vom heutigen Cankar-Gedenkzimmer, mit Aussicht in Richtung seines Geburtsortes Vrhnika. Später zog er in das erste Geschoss des Gasthauses mit Blick auf die Kirche um. Zahlreiche Bewunderer seiner Arbeit kamen auf den Rožnik, um den Schriftsteller persönlich kennenzulernen, es kamen aber auch viele seiner Freunde aus Künstler-Kreisen.
Im Jahr 1948 eröffnete das Stadtmuseum von Ljubljana anlässlich des 30. Todestages des Schriftstellers auf dem Rožnik ein Gedenkzimmer. Es wurde mit einigen persönlichen Gegenständen des Schriftstellers, mit kulturhistorischem Material und Möbeln, die den Geist des 20. Jh. reflektieren, mit Cankars Ersterscheinungen, Übersetzungen seiner Werke in andere Sprachen und ausgewählten Schriften über Cankar ausgestattet. Das Zimmer mit weißen Chrysanthemen an den grünen Wänden erinnert die Besucher an Cankars literarisches Meisterwerk „Weiße Chrysantheme".
Im Jahr 1948 stellte das Stadtmuseum auf dem Waldhügel Rožnik ein Denkmal des Schriftstellers auf (Werk von Frančišek Smerduj). Bei diesem Anlass wurde der Hügel Rožnik in Cankarjev vrh umbenannt.
Die Brücke Trnovski most
Die Straße Emonska cesta und die Brücke Trnovski most waren einst die einzige Festlandverbindung zwischen Trnovo und Krakovo mit der ummauerten Stadtmitte. Am Ufer der Ljubljanica trennte sie von der Stadt der Graben Zoisov graben. Vorgänger der jetzigen Brücke waren schmale Holzbrücken. Im Jahr 1932 wurde eine neue Stahlbetonbrücke gebaut, die noch heute steht. Sie ist 20 m breit, an den Seiten mit Kalkstein aus Podpeč belegt und hat an jedem Ende vier niedrige Pyramiden. Die Mitte der östlichen Brückenseite schmückt ein schmaler Obelisk und ihm gegenüber steht die Statue des Hl. Johannes des Täufers, ein Werk des Bildhauers Nikolaj Pirnat. Die Birkenallee auf der Brücke stellt eine urbane Einzigartigkeit sowohl im europäischen als auch im globalen Maßstab dar.
Tromostovje - Die Drei Brücken
An der Stelle, wo heute die Drei Brücken stehen, haben bereits die mittelalterlichen Bewohner von Ljubljana den Fluss Ljubljanica überquert. In einer Urkunde aus dem Jahr 1280 wird die Alte Brücke an der Flusswindung erwähnt, welche die erste Brücke in der Region von Ljubljana nach der Antike war. Die Brücke wurde 1657 bei einem Brand zerstört. Sie wurde durch eine Holzbrücke ersetzt. Im Jahr 1842 wurde die alte Holzbrücke gefährlich, deswegen baute man an derselben Stelle die Steinbrücke Špitalski most (Architekt: Giovanni Picco), die offiziell Frančev most getauft wurde – nach dem damaligen Großherzog Franz Karl. Nach dem großen Erdbeben im Jahr 1895 bekam die Stadt Ljubljana großzügige finanzielle Unterstützung für die Renovierung der Stadt. Damals entschied man sich, die Kapazität der Brücke Špitalski most, die das Erdbeben heil überstanden hat, zu vergrößern. Doch die Arbeiten mussten bis zum Ende des Ersten Weltkriegs warten. Das Projekt wurde dem Architekten Plečnik anvertraut. Es gelang ihm, die alte Brücke zu erhalten, indem er links und rechts zwei neue hinzufügte, die nur für Fußgänger gedacht waren. Alle drei Brücken wurden gleich gestaltet, mit massiven, säulenförmigen Mauern aus Kunststein ausgerüstet und mit einer einheitlichen Betonkonstruktion über dem Wasserspiegel der Ljubljanica verbunden. Die drei Brücken wurden Tromostovje benannt. Im Jahr 1992 wurden sie gründlich renoviert.
Der Platz Prešernov trg
Der Platz Prešernov trg entstand aus einer mittelalterlichen Kreuzung vor dem Stadttor. Die heutige Gestalt bekam er im 17. Jh., als die Franziskanerkirche Mariä Verkündung gebaut wurde. Nach ihr wurde der Platz ursprünglich Marienplatz (Marijin trg) genannt. Später folgte die Renovierung des Platzes. Erst im 19. Jh. wurde er bepflastert, nachdem die Stadtmauer (auch das Tor Špitalska vrata) niedergerissen wurde. Ein weiterer wichtiger Entwicklungsfaktor des Platzes war das große Erdbeben 1895, welches die mittelalterliche Häuser niederriss oder zumindest beschädigte. An deren Stelle wurden später folgende bürgerliche Paläste erbaut: Frischers Haus, Seunigs Haus, die Zentralapotheke, der Laden von Urbanc, Hauptmanns Haus und Mayers Palast. Anfang des 20. Jh. wurde Hauptmanns Haus vom Barockstil in den Jugendstil umgebaut. Auch im Jugendstil gebaut wurde das Urbanc Haus, das ehemalige Centromerkur, das erste Kaufhaus in Ljubljana. Heute haust hier das Geschäft Emporium. Die zentrale Lage Platzes nimmt ein Denkmal des großen slowenischen Dichters France Prešeren ein, ein Werk von Ivan Zajc, das am 10. September 1905 aufgedeckt wurde.