DER ČEMŠENIK-SCHLOSSWEG NACH LISIČJE
Länge
11,8
Länge 11,8 km
Benötigte Zeit
03:30
Benötigte Zeit 03:30
Največja strmina vzpona[%]
20
Max. Steigung: 20 %
Max. Gefälle: 19 %
Max. durchschnittliche Steigung: 11 %
Länge der Steigungen über 5%: 4,00 km
Niedrigster Punkt der Strecke: 581 m
Höchster Punkt der Strecke: 294 m
Höhenunterschied: 572 m
Poraba kalorij
3429
Energieverbrauch für Männer: 3429 kJ (819 kcal)
Energieverbrauch für Frauen: 2814 kJ (672 kcal)
Schwierigkeitsgrad
Schwierigkeitsgrad: Anspruchsvoll
Qualität der Wanderwege
Qualität der Wanderwege: Mischfahrbahn
Primerna obutev: Wanderschuhe
Kurze Beschreibung

Ein Rundweg führt um das hügelige Umland von Lavrica, wo sich dieVergangeheit und die Gegenwart treffen.Der Weg beginnt in Lavrica, verläuft durch einen Wald und führt an einem wunderschönen Schloss vorbei.Nach der Überquerung der Autobahn führt der Weg durch einen Wald bis zum Molnik-Hügel, weiter nach Orle und führt nach einer Kurve durch den Wald zurück nach Lavrica.Der Weg ist mit grün- gelben Markierungen und zahlreichen Informationsschildern versehen, die auf Sehenwürdigkeiten in der Umgebung hinweisen.Der Weg ist sowohl für Freizeitsportler als auch für Sonntagsausflügler geeignet, und da er durch einen Wald führt, ist es meistens auch schattig.Sie können den Weg auch per Fahrrad erkunden, allerdings ist der Abschnitt auf dem Molnik sehr anspruchsvoll aufgrund des Steilhangs und dem unebenen Untergrund, der nicht unbedingt für Fahrräder geeignet ist.

Potek

Lavrica – Šeparjev hrib – Lisičje – Molnik – Orle – Hrastarija – Debeli hrib – Lavrica

Der Čemšenik-Schlossweg erhielt seinen Namen nach der Siedlung Čemšenik, welche sich in dem Gebiet befand, das wir heute als Lavrica kennen und aus den umliegenden Siedlungen zwischen Sela pod Molnikom und Babna Gora na Barju bestand.Die Siedlung wurde erstmals bereits im Jahre 1330 erwähnt.Die Einwohner von Lavrica, einer Siedlung die nach Jurij Lauriza, dem Eigentümer des Gebietes im 16.Jahrhundert benannt wurde, bewahren die historische Erinnerung an die vergangene Zeit mit dem angelegten Ringweg und der traditionellen Oktoberwanderung.

Start
Wir beginnen die Wanderung ausgestattet mit guter Laune und ausreichend Flüssigkeit, neben einer kleinen Heuharfe mit einem Informationsschild auf dem Separ-Weg in Lavrica.Der einfachste Weg den Ausgangspunkt zu erreichen, ist die Nutzung der Buslinie 3 B oder 3 G.Wir steigen an der Haltestelle Lavrica aus, überqueren die Straße und biegen in die Jagrova Straße und den Šeparjeva Weg.Wenn wir mit dem Auto kommen, verlassen wir die Dolenjska Straße in Lavrica in Richtung Sela und nach einigen hundert Metern stellen wir das Auto am Parkplatz ab und gehen die Dolenjska Straße zurück zur kleinen Heuharfe.Zuerst passieren wir die Häuser auf dem Šepar-Weg, danach führt der Weg hinauf in den Wald, wo wir von den ersten grün-gelben Bezeichnungen begrüßt werden , diese werden unsere Begleiter auf dem Weg sein.Wir gehen durch den Wald bis zum Hügel Šeparjev hrib, von wo aus wir einen schönen Blick über das Ljubljansko barje – Ljubljana Moor-, mit dem Berg Krim im Hintergrund haben , und über Sela wenn wir an der Abholzung unterhalb der Fernleitung stehen.Molnik ist eine ausgeprägte Erhebung im hügeligen Umland von Lavrica und Ljubljana und der höchste Punkt unserer Strecke.Von dieser Stelle aus scheint der Hügel noch ziemlich weit weg zu sein.Am Rande der Abholzung sehen wir das erste einer Reihe von Informationsschildern , die den Weg zu den Sehenswürdigkeiten der Strecke weisen und uns über das richtige Verhalten in der Natur aufklären.Wir nehmen uns Zeit, diese aufmerksam zu lesen.An der Abholzung nehmen wir den breiten Weg der in den Mischwald hinein führt , am Bergrücken zur Siedlung Lisičje.

Lisičje
Wir nehmen die Asphaltstraße und gehen bergab zum Schloss Lisičje , das gibt unserem Weg ein Gefühl von Romantik.Das Schloss wurde im 16.Jahrhundert erbaut und war der größte Blumen-, Botanik- und Fruchtgarten in der Krainer Region zu dieser Zeit.Bis zum 2 Weltkrieg wechselte das Schloss mehrfach den Besitzer und ist nach Kriegsende mehr oder weniger verfallen.Im Jahr 2010 wurden die notwendigsten Renovierungsarbeiten durchgeführt, wodurch es möglich wurde, verschiedene touristische Veranstaltungen vor dem Schloss stattfinden zu lassen.Am nördlichen Teil des Schlosses stehen zwei wuchtige Linden und bewahren die Erinnerung an den einst prächtigen Garten.Vom Schloss aus sehen und hören wir schon die Dolenjska-Autobahn , welche wir erreichen, wenn wir dem kurzen, kurvigen Weg folgen.

Dolenjska-Autobahn
Während der Konstruktion der Doljenska-Autobahn wurde anstatt eines Tunnels unter dem Molnik-Hügel der größte GeländeeinschnittRöhre in Slowenien gebaut.Vom Rande des Einschnittsnehmen wir die Schotterstraße und gehen hinunter über die Autobahnbrücke , dann gehen wir wieder hinauf und können uns von der anderen Seite der Autobahn umschauen und gehen durch den Wald in Richtung Molnik.Der Weg führt uns auf einem breiten Weg bergauf, von der Autobahnbrücke bis nach Monik überwinden wir einen Höhenunterschied von über 200 m.Da die tatsächliche Spitze des Molniks etwas von unserem Weg entfernt ist, werden wir an der größten Weggabelung nach rechts abbiegen und den Weg nehmen, der uns auf den Gipfel des Molniks führt.Wir werden denselben Weg zur Weggabelung wieder zurück gehen.

Molnik
Von der Abzweigung führt der Weg weiter bergauf bis wir das Plateau oben auf der Spitze erreichen, dies ist beinahe eine Hochebene, die aufgrund ihrer Form bereits im 13.Jahrhundert vor Chr.bewohnt war.Oben auf dem Hügel gibt es einige Bänke , wo wir eine kleine Pause einlegen und uns stärken.Knapp unterhalb der Hügelspitze gibt es zu Ehren der Molnik-Truppe, der ersten Partisaneneinheit von Slowenien, die in dieser Region seit dem Beginn des Krieges agierte, ein Denkmal.Wir nehmen den gleichen Weg den Hügel hinab und vergessen dabei nicht, einen handlichen Zweig vom Boden mitzunehmen.

Grmada
Wenn wir wieder an der Weggablung angelangt sind, wo wir geradeaus weiter gehen (würden wir nach links abbiegen, kämen wir zurück nach Lisičje), erreichen wir bald das berühmte Grmada., wo wir unseren mitgebrachten Zweig, den wir mitgenommen haben auf einen Haufen legen, in Erinnerung an die Legende des ermordeten Bauern.Der Legende zufolge wartete der Räuber auf den Landwirt, der gerade seinen Ochsen verkauft hat und tötete ihn, weil er kein Geld erbeuten konnte.Dieser hatte das Geld bereits seiner Tochter auf einem anderen Weg übergeben.In Erinnerung an seinen grausamen Tod legen Wanderer an dieser Stelle ihre Zweige ab und bilden damit eine Art Scheiterhaufen als Gedenken und zur Mahnung.Der Weg führt immer noch nach unten vorbei an verlassenen Steinbrüchen (wir queren wieder die Fernleitung, auf die wir bereits am Hügel Separ gestoßen sind) bis zum Sattel zwischen Sostro und Orle .

Orle
Vom Sattel aus setzen wir unseren Weg über die Asphaltstraße nach Orle fort.Bevor die ersten Häuser sichtbar sind, bemerken wir ein Denkmal auf der linken Seite , welches an die letzten Kämpfe im Mai 1945 zur Befreiung Ljubljanas erinnern.Beim ersten Haus auf der linken Seite können wir vielleicht sogar vom domestizierten Reh Nika begrüßt werden .Der Weg führt dann langsam bergauf zwischen den Häusern und an einer größeren Weggabelung in der Nähe einer Betonwand biegen wir rechts Richtung Lavrica ab.

Hrastarija
Im Anschluss an die Straße mit einem Blick über Sele und das Ljubljansko barje – Ljubljana Moor erreichen wir bald die Siedlung Hrastarija , welche im 16.Jahrhundert gegründet wurde, nachdem die Bewohner den Eichenwald rodeten.Heutzutage ist es möglich, Pferde in Hrastarija zu reiten, man kann aber auch einen kurzen Blick auf die Kapelle neben der Autobahn erhaschen , die wir erreichen, wenn wir auf dem Weg scharf nach rechts und bergab abbiegen.Es gibt eine Bank neben der Kapelle wo wir unsere müden Füße für eine Weile entspannen können.Kurz vor der »Ranch« in Hrastarija biegen wir am Kinderspielplatz nach rechts ab und hinein in den Wald, der uns zum Hügel Debeli hrib führt (Achtung – der Weg in Richtung Kapelle ist nicht der richtige Weg!).Wir erreichen das Gehöft Erzen nach einem angenehmen Spaziergang durch den Wald , und biegen in Höhe des Kreuzes scharf nach links auf die Straße ab, die bergab zu den ersten Häusern von Lavrica führt.

Lavrica
Wenn wir in Lavrica angekommen sind, biegen wir in Richtung Doljenjska Straße ab und gehen auf dem Fußweg zu unserem Ausgangspunkt am Šeparjeva Weg zurück.Es gibt mehrere Gaststätten und Bars entlangs der Dolenjska Straße, wo wir uns ein letztes Mal entspannen und stärken.Falls wir das Auto auf dem Parkplatz am Jagrova Weg gelassen haben, können wir den Weg abkürzen, indem wir durch die neue Wohnblocksiedlung laufen.

Čemšenik/Lavrica
Die Siedlungen oder Dörfer Sela, Srednja vas, Daljna vas, ein Teil von Orle und Babna Gorica bildeten im Mittelalter eine Siedlung mit dem Namen Čemšenik, die erstmalig im Jahre 1330 in einer Urkunde des tschechischen Königs und Kärntner Herzogs Heinrich der IV.von Kärnten erwähnt wurde.Der Name stammt wahrscheinlich von einer Pflanze , die damals im feuchten Tal des Grivka-Bachs (heute Prošca) wuchs.Die Besiedlung der Region fand wahrscheinlich im Rahmen der mittelalterlichen Besiedlung in der zweiten Hälfte des 12.Jahrhunderts statt, als die Herrscher die unbewohnten Gebiete besiedeln ließen.Die Siedlungsströme kamen wahrscheinlich aus der Region Gorenjska über Sadinja vas und Podmolnik auf die andere Seite des Hügels Molnik und gingen zuerst über den Sattel (bei Orle) und dann an den Ort, den wir heute als Lavrica kennen.Eine größere Zuwanderung wurde durch die Entwässerung des Ljubljansko barje – Ljubljana Moor – am Ende des 18.Jahrhunderts verursacht und noch viel mehr durch den Bau der Eisenbahn in Richtung Kočevje im Jahr 1893.

Schloss Lisičje
Das erste Schloss wurde in der Mitte des 16.Jahrhunderts erbaut und diente zunächst als Gayerav, was soviel wie »Geier- Lichtung« bedeutet, während es die Anwohner Lisicje nannten, da viele Füchse in den umliegenden Wäldern waren.Es gab einen großen Garten und Park rund um das Schloss, das Janez Vajkard Valvasor als Platz beschrieben hat, »wo die Flora sich die reizende Herrschaft und Krone aufsetzt über das bunte Vergnügen am Platz und die Freude an den seltensten Blumen«.Die Blüten- und Fruchtpracht machte einen solchen Eindruck auf den Staatsfürsten Janez Vajkard Auersperg, ein wichtiger Minister des österreichischen Kaisers, dass er seine letzten Jahre im Schloss verbrachte.Später wechselte das Schloss den Besitzer, es wurde sogar auf Auktionen gekauft und verkauft.Der letzte Besitzer vor dem 2.Weltkrieg war eine Engländerin, Mary Lloyd aus Triest, zu der Zeit hatte das Schloss noch seine reiche Innenaustattung und Einrichtung, zahlreiche Antiquitäten, eine umfangreiche Bibliothek und eine eingerichtete Kapelle.Nach 1945 verfällt das Schloss und im Jahre 2006 kaufte die Stadt Škofljica es vom Archiv der Republik Slowenien.Es finden gelegentlich kulturell- ethnologische Veranstaltungen im Innenhof des Schlosses statt.

Dolenjska-Autobahn
Während des Baus der Dolenjska-Autobahn unterhalb des Hügels Molnik, wurde kein Tunnel gegraben, sondern beschlossen, aufgrund der vorteilhaften geologischen Struktur der Erde, die gleichzeitig als Baumaterial diente, einen Geländeeinschnitt zu schaffen.Es wurden 2 Millionen Kubikmeter Sand ausgegraben.Es ist der größte Geländeeinschnitt Sloweniens.

Molnik
Die Spitze des Hügels war bereits in der Urgeschichte ein wichtiger strategischer Punkt mit einer Siedlung.Hinsichtlich der entdeckten Urnen- und Skelettgräber, ebenso wie die Grabstellen in den Hügeln, ist es eine Stelle, an der sich 2 verschiedene Kulturen trafen.Während uns ältere Kulturträger, Urnengräber die sich bis zurück ins 13.und 12.Jahrhundert vor Chr.datieren lassen, ein Rätsel bleiben, wissen wir, dass die Skelettgräber typisch für die Illyrer waren.Deshalb steht für uns fest, dass Molnik im 8.und 7.Jahrhundert vor Chr.von den Illyrern besiedelt war.Meist wurden Waffen und militärische Ausrüstung in den Gräbern entdeckt.Die Fundstücke sind im Stadtmuseum von Ljubljana sichergestellt.

Orle
Der Ort erstreckt sich entlang einer Straße, an manchen Stellen verdichtet sich der Ort zu einem Haufendorf.Im Mittelalter war es unter den Herrschaften der Krainer Viztum-Behörde und der Krainer Landeshauptmannschaft aufgeteilt.Später gehörte es die meiste Zeit zum Deutschen Ritterorden von Komenda.Orle ist weithin bekannt für seine Kirschbaumplantagen, die regelmäßig erneuert werden, und vor dem Palmsonntag flechten die Dorfbewohner traditionelle Palmbüsche, die besonders beliebt bei den Bewohnern von Ljubljana sind.Das Dorf ist auch bekannt für abschließenden Schlachten des 2.Weltkriegs, in den ersten Tagen im Mai des Jahres 1945, zwischen den deutschen Besatzern und den slowenischen Partisanen.Daran erinnert ein Denkmal unterhalb des Dorfes.

Gedenkkapelle in Hrastarija
Die Kapelle wurde in Gedenken an den Besitzer Franc Guštin erbaut, welcher bei einem Unfall in der Nähe ums Leben kam.Der ursprüngliche Ort der Kapelle war etwas tiefer in der Nähe des Waldwegs.Während des Baus der Autobahn im Jahre 1989 wurde sie an den heutigen Standort verlegt.Ein Jahr später wurde sie restauriert.Es befindet sich eine Marienstatue in der Kapelle, früher befand sich auf dem kleinen Altar auch eine Statue mit dem Herz Jesu .

Kleines Gasthaus Orle, Orle 37
Das Gasthaus liegt am Dorfende bzw. am Anfang, wenn wir ins Dorf vom Rudnik kommen. An den Wochentagen bieten sie Pizzen an, und am Wochenende auch schmackhaftes Mittagessen.

Klub Ranch Orle , Orle 23
Die Leute auf der »Ranch« beherrschen alles was mit Reiten und Pferden zu tun hat.

Grandvid Hotel, Dolenjska cesta 336, Lavrica
Das Grandvid Hotel, welches sich an der Dolenjska cesta befindet, verfügt über ein reiches Angebot.

Grmada
Der Legende zufolge ermordete ein Räuber einen Bauern aus Šmarje.Der Landwirt verkaufte seinen Ochsen in Ljubljana und nahm auf dem Rückweg eine Abkürzung durch den Wald.Dort wurde er vom Räuber erwartet, welcher dachte, dass er das Geld vom Verkauf des Ochsen bei sich tragen würde.Nachdem sie ihn ermordeten stellten sie fest, dass er kein Geld bei sich hatte.Der Bauer hatte die Gefahr im Vorfeld erkannt und das Geld seiner Tochter überreicht, welche den längeren und sicheren Weg nahm.In Erinnerung an den Tod des Bauern, bringen Wanderer Zweige, die sie vom Weg mitnehmen und legen sie auf den Scheiterhaufen.

Wanderung auf dem Čemšenik Schlossweg
Die traditionell geführte Wanderung findet jeden ersten Sonnabend im Oktober statt.

Lavrica-Tag
Im April findet jedes Jahr der Tag von Lavrica mit vielen Veranstaltungen und Ereignissen statt.

Molnik-Lauf
Es gibt den traditionellen Molnik-Lauf, der im April in Zadvor stattfindet mit Laufstrecken für alle Alterskategorien.

Ein Teil des Schlosses Lisičje ist in einem schlechten Zustand, daher kann man sich dem Schloss nicht unbegrenzt nähern.

Während der Fahrt hinauf zum Hügel Molnik sollten Sie sich bitte an die Schilder entlang der Strecke halten, es gibt mehrere Wege , die in verschiedene Richtungen rund um den Hügel verlaufen.

Da die Trasse am Orle über eine Asphaltstraße führt, seien Sie vorsichtig wegen der vorbeifahrenden Autos.