Rašica
Das Haufendorf liegt auf einem sonnigen Abhang des gleichnamigen Berges auf dem nördlichen Rand des Ljubljana Feldes 430 m über den Meeresspiegel. Der Ort wurde zum ersten Mal im Jahr 1260 erwähnt.
Rašica wurde 1941 von den Deutschen besetzt. Die Einwohner schlossen sich bald der nationalen Freiheitsbewegung (NOB) an. Bereits am 24. Juli 1941 wurde in den Wäldern von Rašica die Truppe Rašiška četa gegründet, die im Gebiet von Domžale, Kamnik und Kranj tätig war. Die Partisanenbewegung entwickelte sich so stark, dass am 17. August 1941 auf dem Gipfel von Rašica das Kamniški Bataillon gegründet wurde. Weil die Einwohner von Rašica den nationalen Befreiungskrieg unterstützten, brannten die Deutschen am 20. November 1941 das Dorf vollständig nieder und vertrieben die Einwohner nach Kroatien. Rašica war das erste Dorf, das von den deutschen Besatzungsmächten niedergebrannt wurde.
Das Dorf wurde nach dem Krieg erneuert, in den letzten Jahren wurden viele neue Häuser gebaut. Die meisten Einwohner arbeiten in Ljubljana, es gibt nur noch wenige Bauern. Der Ort Rašica und der Gipfel Rašica sind ein beliebtes Ausflugsziel der Bewohner von Ljubljana.
Das Denkmal zum Gedenken an dem Brand von Rašica
Das Denkmal zeugt von dem in Brand gesetzten Dorf während des Zweiten Weltkriegs und steht auf dem Hügel über der Straße, die aus Gameljne führt.
Gedenktafel für die vertriebenen Dorfbewohner
Zum Andenken an die Vertreibung der Dorfbewohner während des Zweiten Weltkriegs zeugt die auf dem Feuerwehrhaus in Rašica angebrachte Tafel.
Gedenktafel für den Volksheld Stane Kosec
Auf dem Gipfel von Rašica (Vrh Staneta Kosca) wurde am 21.9.1958 ein Denkmal zum Gedenken an den einheimischen Volkshelden Stane Kosec, dem ersten Kommandanten der Rašiška Truppe, aufgestellt.
Zgornje Dobeno
Dobeno oberhalb von Mengeš ist ein Ort mit ländlich-touristischem Charakter. Die Siedlung breitet sich aus und die ehemaligen Gelegenheitsbewohner von Ferienhäusern werden immer häufiger zur ständigen Einwohnern von Dobeno, wo heute schon über 100 Häuser stehen. Das Gebiet von Dobeno ist sehr hügelig, deshalb können die wenigen Bauern hier kaum Landwirtschaft betreiben. Die Gegend ist ein beliebtes Ausflugsziel von Wanderern, Radfahrern und Liebhabern von Landtourismus, der wegen seines breiten und sorgfältigen Angebots bekannt ist. Im Herbst und Frühling wird Dobeno besonders häufig besucht. Die Siedlung ist wegen ihrer unberührten Natur, sauberer Luft, schöner Ausblicke, vielen geregelten Gehwege und wegen des Turmes von Rašica sehr beliebt. Etwa auf der Hälfte der Strecke zum Gipfel kann man sauberes, mit Mineralien angereichertes Wasser trinken, das immer mehr und mehr in Kanistern mit nach Hause genommen wird. In Dobeno findet der Besucher Landtourismus und Gasthäuser, die ein reichhaltiges Angebot bieten.
Die Kirche des hl. Kreuzes in Rašica
Die Kirche des hl. Kreuzes wurde zum ersten Mal im Jahr 1526 erwähnt. Die ursprüngliche Kirche im gotischen Stil wurde im 17. und 18. Jahrhundert umgebaut und barockisiert. Im ersten Weltkrieg hat diese Kirche im Jahr 1917 für militärische Zwecke ihre zwei Glocken abgegeben, es blieb nur die mittlere 168 kg schwere Glocke aus dem Jahr 1778. Im Jahr 1924 bekam die Kirche zwei neue Kupferglocken. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Kirche zusammen mit dem Dorf von den Deutschen niedergebrannt. Die Kirche war bis zur ersten Renovierung im Jahr 1969 eine Ruine, nur der Glockenturm blieb stehen. Die Glocken wurden von den Einwohnern des Dorfes Dobeno gerettet, die sie bis zur Renovierung aufbewahrten.
Die Kirche wurde endgültig im Jahr 1989 renoviert, was die Kupfertafel vor dem Eingang in die Kirche bezeugt.
Der Karst und die Höhlen auf Rašica
Auf dem Gebiet der Rašica finden wir zahlreiche Karsthöhlen. Hier sind 9 Höhlen registriert, sie sind aber für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Die Gesamtlänge der Höhlengänge beträgt auf Rašica 319 m und die Tiefe 110 m. Mit ihren Dimensionen sticht Brezno 1 beim Dovčar heraus, die auch die größte und tiefste Höhle in der Gemeinde ist. In den Höhlen von Rašica leben zahlreiche Tierarten, die sich an die dunkle Umgebung angepasst haben und fast ihr ganzes Leben lang in der Höhle leben (Höhlenspinne) oder Lebewesen, die in der Höhle nur zeitweise leben (Fledermäuse, Höhlen-Grashüpfer, Schnecken usw.).
Eine breites und interessantes Fachmaterial über die Karsthöhlenwelt in der Gemeinde Ljubljana, aus dem diese Information stammen, hat im Jahr 2009 der Verein für Höhlenforschung (Društvo za raziskovanje jam Ljubljana) herausgebracht, das im Jahr 2010 sein hundertjähriges Bestehen feierte.
Spuren aus der Vergangenheit
Die Gegend um Črnuče war schon in der Urzeit besiedelt. Es gab viele Siedlungen, die älteste - aus der jüngeren Steinzeit - kann man sich in der Höhle Zidanica ansehen, die auf Rebre über dem Dorf Rašica steht; unter dem Berg Gobnik stand eine Baustelle und auf dem Pass vermutlich ein Friedhof, was nach Expertenmeinung aus der älteren Eisenzeit stammen soll.