DIE EDLE LILIE
Länge
30,8
Länge 30,8 km
Benötigte Zeit
02:50
Benötigte Zeit 02:50
Največja strmina vzpona[%]
6
Max. Steigung: 6 %
Max. Gefälle: 5 %
Max. durchschnittliche Steigung: 5 %
Länge der Steigungen über 5%: 5,90 km
Niedrigster Punkt der Strecke: 480 m
Höchster Punkt der Strecke: 318 m
Höhenunterschied: 734 m
Poraba kalorij
5765
Energieverbrauch für Männer: 5765 kJ (1377 kcal)
Energieverbrauch für Frauen: 4698 kJ (1122 kcal)
Schwierigkeitsgrad
Schwierigkeitsgrad: Anspruchsvoll
Qualität der Wanderwege
Qualität der Wanderwege: Mischfahrbahn
Fahrradtyp: Trekking-Bike
Kurze Beschreibung

Im Herzen Sloweniens, unweit von Ljubljana, liegt das Moravče – Tal, reich an Überraschungen und malerischen Ecken. Das Tal wird im Süden von der Berglandschaft Posavsko hribovje und im Norden von Limbarska gora umgeben. Das sind Gegenden, in denen die starke Volksüberlieferung der Vergangenheit erhalten ist und weiter gegeben wird. Schöne Dörfer lehnen an grünen Hügeln, sorgfältig beackerte Felder und Wiesen wechseln sich mit Wäldern und Mooren entlang der Bäche Drtijščica und Rača ab.

Verlauf

Moravče - Zalog pri Moravčah - Gabrje pod Limbarsko Goro – Mošenik - Zgornje Koseze – Peče - Gora pri Pečah – Drtija – Moravče – Podstran – Prikrnica – Gradiško jezero – Preserje – Imenje – Dvorje - Selo pri Moravčah - Stegne - Vrhpolje pri Moravčah - Spodnji Tuštanj - Moravče

Vom Mittelpunkt der Welt
Die in Moravče liegende Kirche des Hl. Martin mit den zwei Kirchtürmen ist schon von Weitem zu sehen . Die Kirche bildet mit dem Park einen kreisförmigen Markt, der von Marktgebäuden und Hofgütern umgeben ist. Im Park stehen Denkmäler bedeutender Männer, die in dieser Gegend , geboren sind. Westlich des Marktes kann man an der Bushaltestelle parken. Vorbei an dem Gasthaus Pri Jurku über die Nordseite umkreisen wir den Markt und biegen bei der Post in Richtung Osten ab. Am Ende der Siedlung überqueren wir Drtijščica .

Auf, ab, rundherum
Ab Zalog bei Moravče steigt die Straße langsam aufwärts. Die mosaikartige Verflechtung von Wäldern und Wiesen bietet eine einmalige Atmosphäre , . Bald gelangen wir nach Gaberje bei Limbarska gora . Durch das Dorf könnte man auf Limbarska gora hinaufwandern, jedoch machen wir uns auf den Weg nach unten in das Tal Mošenik . Ein schöneres Tal könnte man kaum finden. Das Vieh kaut Gras auf grünen Wiesen , Bienen summen und die Kapellen erinnern an die Versprechen ehemaliger Bewohner . Ein Paradies für Seele und Rad... sobald wir uns vom idyllischen Tal verabschieden, kommt auch schon das Nächste. Im Süden reicht der Ausblick bis zu den welligen Landschaften der Berge Posavsko hribovje . Auf der rechten Seite unterhalb des Berges Veliki hrib liegt die Haufensiedlung Zgornje Koseze mit der Kirche des Hl. Stefan . Über den Sattel gelangen wir zum nächsten Tal. In seiner nördlichen Ecke liegt das Dorf Peče . Auf der Erhebung inmitten der Haussiedlung steht die Kirche des Hl. Jernej . Wir setzten unseren Weg durch das Tal Richtung Süden fort.

Auf dem vereinsamten Karst von Moravče
Wir überqueren die Hauptstraße Richtung Zagorje ob Savi und steigen hinauf bis Gore pri Pečah zur Hangstraße, die entlang der verkarsten Abhänge des Moravče – Tals verläuft. Der vereinsamte Karst von Moravče ist 15 Kilometer lang und reicht vom Berg Gora pri Pečah bis zum Berg Gorjuše. An diesem kurzen Abschnitt wurden über 70 Karsthöhlen entdeckt. Bald kommen wir zu einem einst mächtigen Hofgut . Das Haus ist ein typisches Beispiel für bäuerliche Häuser dieses Tals, die den Häusern des Alpengebietes sehr ähneln, obwohl sie auch einige Merkmale der Häuser des Pannonischen Gebietes aufweisen. Es ist massiv, aus Stein, mit einem Satteldach und großen Fenstern. Etwas weiter unten gibt es einen Rastplatz an der Straße mit einer Aussicht auf die Kirche des Hl.Valentin auf Limbarska gora . Auf dem Weg wechseln sich Asphalt- und Schotterstraßen ab , unser Blick flüchtet nach West, Richtung Moravče .

Wieder in Moravče
Vorbei an vereinsamten Bauernhöfen radeln wir bis zu Drtija. Im Tal sieht man die Separation von Quarzsand , der hier schon im 19. Jh. gegraben wurde. Termit ist die größte Firma in diesem Tal. Quarzsand wird in Gießereien, Keramikfabriken und Fabriken für Baumaterial verwendet. Etwas weiter am Dorfrand erblicken wir die Marienkirche . Wir überqueren die Hauptstraße und lassen uns durch die Siedlung treiben bis zur Hauptstraße, die uns nach Moravče führt. Den Hauptplatz und die Kirche des Hl. Martin umrunden wir auf der rechten Seite.
Das erste Blatt der Moravče - Lilie haben wir hinter uns. Nun ist das Zweite an der Reihe, das östlich von Moravče verläuft.

Richtung See Gradiško jezero
Am Friedhof vorbei laufen wir bergab nach Podstran . Am Ende des Weilers bei dem kleinen Heustadel beginnt eine Schotterstraße . Über das Tal an der linken Seite sehen wir den Bergrücken des mächtigen Cecils . Auf und ab und schon sind wir in Prikrnica . Am Dorfende steht ein renoviertes typisches Moravče - Haus . Vom Hof kann man die Kamnišker – Alpen gut sehen. Wir gehen den ziemlich steilen Waldweg bis zum See Gradiško jezero herunter. Auf dem Hügel über dem See wacht die Kirche der Hl. Marjeta . Der künstliche See wird vor allem von Drtijščica . mit Wasser versorgt. Rund um den See verläuft eine 4,2 km lange Schotterstraße . Aus dem Wasser heben sich versenkte Büsche . Am nördlichen Rand unter der Beobachtungsstation gibt es einen großen Trichter , durch den Wasser über einen Untergrundkanal in die Radomlja fließt. Der See wird von zahlreichen Liebhabern von Erholung und Ruhe besucht. Vorbei am Eingangsplateau setzten wir unsere Fahrt an seinem westlichen Ufer fort. Bei der Schranke blicken wir ein letztes Mal zum See , dann beginnt der Aufstieg auf den Preserje. Von der Klamm hat man einen schönen Ausblick auf Spodnje Koseze . Wieder sind wir auf dem Weg hinunter Richtung Imenje. Am Kamm, wo die Gemeindegrenze verläuft, blicken wir auf die Burg Brdo und im Hintergrund auf die Kamnišker - Alpen zurück .

Wieder am vereinsamten Karst an der Rača
Am Anfang von Imenje sehen wir einen kleinen Karsttrichter . Zwischen Feldern und Wiesen gehen wir herunter Richtung Tal. Sobald wir am Anfang des Dorfes Dvorje die Hauptstraße überqueren, erblicken wir einen Betrieb für Plastikherstellung . Dvorje liegt auf dem Plateau über der steilen Böschung des Baches Rača . Unter dem Dorf ist der interessanteste Teil des Wasserlehrpfads an der Rača. Das letzte Hofgut auf der Linken heißt Videgar. Im Holzhaus an der Straße gibt es eine Antiquitätensammlung. Das Haus ist wie ein altes Bauernhaus , eingerichtet; ein Teil des Hauses hat eine Art Werkstatt, in dem Säge- und Mühlenmodelle und viele andere Dinge zu besichtigen sind. Wenn die Eigentümer zu Hause sind, zeigen sie ihre Sammlung mit Freude. Auf der Hauptstraße biegen wir in Richtung Schloss Tuštanj, über ein tiefes Tal, das der Bach Rača gegraben hat. Die Straße führt langsam hinauf über Stegne in Richtung Vrhpolje pri Moravčah. Sie schlängelt sich durch die wellige Landschaft des Rača - Tals am Fuße des Posavsko hribovje . In der Mitte der Siedlung steht die Kirche des Hl. Petrus und Paulus . Daneben liegt das Hofgut Pečar . Wir fahren an der Schule und dem Feuerwehrhaus vorbei, verlassen Vrhpolje und setzten unsere Fahrt durch die abwechslungsreiche Landschaft zur Siedlung Spodnji Tuštanj fort.

Das Schloss Tuštanj
Nach einer kurzen Steigung gelangen wir zum Schloss . Der Eigentümer zeigt Ihnen mit Freude die außergewöhnliche Museumssammlung, wofür Sie etwa eine halbe Stunde benötigen. Die Geschichte über den Gärtner Luka Pirnat erregt noch heute die Fantasie der Menschen. Vor dem Schloss stehen eine mächtige Platane und die Schlosskapelle ,. Der Schlossgarten wurde erneuert , denn er wurde vom Gärtner Luka wahrscheinlich vernachlässigt, als er die Gräfin heiratete. Die Untertanen des Schlosses Tuštanj sollen auf dem Nachbargipfel gelebt haben. Etwa fünfzig waren in der Liste im Urbarium eingetragen. Wir gehen wieder ins Dorf und bei der nächsten Abzweigung setzen wir unseren Weg durch das Tal unter dem Schloss fort.

Zum Schluss noch eine Buße
In der Umarmung von Wäldern steigen wir bis zur Pilger- Marienkirche auf Hribci . Wieder hoch, runter und schon sind wir am Ausgangspunkt.
Jetzt haben wir auch das zweite Blatt der Lilie hinter uns. Im Schlosswappen gibt es drei wachsende Lilienblätter. Wenn Sie sich zu Fuß oder mit dem Rad auf Limbarska gora machen, können Sie sagen, dass Sie auch das letzte, dritte Blatt hinter sich haben. Ist es nicht schade, dass die Moravče - Lilie nicht mehr Blätter hat? Natürlich hat sie noch mehr Blätter, nur eben nicht im Wappen. Im Tal verbergen sich viele davon...

 

Das Moravče - Tal
Das Tal liegt in einem abgelegenen Ort zwischen dem verkehrsreichen Črni graben im Norden und der Bahnstrecke an der Sava im Süden. In alten Zeiten verlief durch dieses Tal eine sehr verkehrsreiche Straße. Denn vor 2700 Jahren soll hier die Bernsteinstraße verlaufen sein, die das Baltikum mit dem Mittelmeer verband. Auf den Erhebungen hoch über dem Fluss Sava standen in der Eisenzeit befestigte Siedlungen. Besonders bekannt ist die Siedlung Vače. Im Mittelalter verlief der Verkehr von Nord nach Süd. So war das Tal über Grmač mit dem Sava – Tal und im Norden über Negastrn mit Črni Graben verbunden. An diesem Weg standen neben Moravče noch sechs Burgen, von denen nur die Burg in Spodnji Šuštanj erhalten ist. Der Name Moravče ist eine Ableitung aus dem Wort morava, das für Orte steht, in denen Sich Wasser auf den Wiesen und im Flachland sammelt und sich daraus Bäche bilden. Das Tal ist so sehr isoliert, dass sich sein Dialekt erhalten konnte.

See Gradiško jezero und Bach Drtijščica
Drtijščica hat seine Quelle bei Kandrše am äußersten Rand der Gemeinde. Zuerst fließt er in Richtung Westen bis zum Dorf Drtija, wo er plötzlich nach links über das Moravče – Tal fließt. Schon im 16. Jh., als die Burg Zaloški grad gebaut wurde, wurde der Bach in ein steileres Bett umgeleitet, da er ständig überschwemmte, der alte Lauf wurde geregelt. An der nördlichen Seite des Tals hat sich Drtijščica seinen Weg durch enge Schluchten zwischen den Gipfeln der Berge Sveti Mohor bis zum Črni Graben gebahnt, wo er in den Fluss Radomlja hineinfließt. 2002 wurde gleichzeitig mit der Autobahn auf der Drtijščica auch ein Deich bzw. Hemmung gegen die Nässe errichtet. Vor ihm entstand der See Gradiško jezero , in den bei hohem Wasserstand durch einen fast ein Kilometer langen Kanal auch das Restwasser aus Radomlja hineinfließt.

Das Schloss Tuštanj
Das schöne Tal zog auch die Herrschaften an, die sich im Tal und auf den umliegenden Bergen Burgen und Schlösser bauten. Bedauerlicherweise hat sich bis zum heutigen Tag nur das Schloss Tuštanj erhalten . Es ist eines der wenigen Schlösser Sloweniens, das in seiner mehr als 500 jährigen Geschichte nicht ausgeraubt, angezündet oder nationalisiert wurde. In den Schlossgemächern lagern außergewöhnliche Beispiele der Inneneinrichtung, die früher den Wohnsitz von Adeligen , , , schmückten. Das Schloss hat einen Arkadenhof und wurde 1490 von dem Grafen Lichtenberg gebaut . 1851 heiratete der Gärtner Luka Pirnat die Gräfin Maximiliane. So kam das Anwesen in slowenische Hände und ist noch heute Eigentum der Familie Pirnat.

 

Gasthaus und Pizzeria Pri Jurku
Im alten Gasthaus Pri Jurku in Moravče können Sie nach Ende der Tour schnell alle verlorenen Kalorien auffüllen. Auf der Speisekarte stehen verschiedene Pizzas, auch eine auf heimische Art sowie verschiedene Salate.

Das Gasthaus Frfrau in Kašče, 2km aus Moravče
Im alten Fuhrmanns-Gasthaus werden ihnen sonntags Bauernspeisen angeboten, im Herbst gibt es auch Hausschlachtfeste. Das ganze Jahr über werden hausgemachter geräucherter Schinken, Salami und trockene Würste angeboten. Neben dem Gasthaus gibt es auch einen Spielplatz.

 

Den Bewohnern von Moravče sagt man nach, sie seien wie Kater. Ein Spottlied, ursprünglich im Dialekt geschrieben, verrät uns warum, es geht in etwa so:

DER MORAVČE - KATER
Die Bewohner von Moravče werden gerne als Kater bezeichnet. Und so kam es dazu: Es soll einen Wirt gegeben haben, der einer Gesellschaft einen Kater, anstatt eines Kaninchens servierte. In welchem Wirtshaus das war, ist nicht von Bedeutung. Einige sagen, das Wirtshaus hieß »Na mwak«, andere wiederum Pr Štourənk. Als die Gäste zu Ende gegessen hat, sagten sie:» Es war wenig, war aber gut.« Und manchmal haben sie sich deswegen geprügelt.

Das traditionelle Treffen von Oldtimer - Eigentümern am ersten Mai in Cegunce zwischen Spodnji Tuštanj und Krašce. Die Fahrt der Oldtimer beginnt beim Gasthaus Soklič und endet in Cegunci.

Die Schloss-Kulturnächte auf Tuštanj finden an Wochenenden ab Mitte Juni bis Ende August statt. Auf dem Programm stehen Theateraufführungen sowie klassische, Kammer- und Opernmusik.

Der Bauernfeiertag im Moravče – Tal wird am letzten Sonntag im Juli vom Landesjugendverein (slowenisch: Društvo podeželske mladine) in Zusammenarbeit mit anderen Vereinen organisiert und findet vor dem Kulturhaus Moravče statt.

Auf dem Weg gibt es einige gefährliche Überquerungen von Hauptverkehrsstraßen. Der Abstieg zum Gradiško jezero verläuft über eine ziemlich steile Schotterstraße, fahren Sie deshalb vorsichtig!