ADAMS SCHILD
Länge
35,0
Länge 35,0 km
Benötigte Zeit
03:00
Benötigte Zeit 03:00
Največja strmina vzpona[%]
17
Max. Steigung: 17 %
Max. Gefälle: 7 %
Max. durchschnittliche Steigung: 6 %
Länge der Steigungen über 5%: 5,90 km
Niedrigster Punkt der Strecke: 589 m
Höchster Punkt der Strecke: 278 m
Höhenunterschied: 815 m
Poraba kalorij
6104
Energieverbrauch für Männer: 6104 kJ (1458 kcal)
Energieverbrauch für Frauen: 4974 kJ (1188 kcal)
Schwierigkeitsgrad
Schwierigkeitsgrad: Sehr anspruchsvoll
Qualität der Wanderwege
Qualität der Wanderwege: Mischfahrbahn
Fahrradtyp: Trekking-Bike
Kurze Beschreibung

Diese Radtour führt uns durch Orte, wo vor Jahrhunderten Ritter und die Baronen Ravbar herrschten. Wir besichtigen auch deren Grabstätte. Der Ruhm und Einfluss der Familie Ravbar reichten viel weiter, als die wunderschönen Ausblicke auf unserer Tour. In den Orten, an denen wir vorbeifahren, machte sich der Ritter Adam Ravbar auf den Weg zu Feldzügen und zur Jagd. Am Ende besuchen wir auch sein Schloss Krumperk, wohin er immer wieder gerne zurückkehrte.

Verlauf

Domžale – Mala Loka – Bišče – Ihan – Goričica – Goropeče – Vinje – Zg. in Sp. Javoršica – Vrhpolje – Kokošnje – Škocjan – Račni vrh – Gorjuša - Domžale

In Richtung Süden am Fluss Kamniška Bistrica entlang
Wir starten im Sportpark Domžale . Wir fahren von der Ampel weg durch den Sportpark bis zu Zelena os (Grüne Achse) – einem Rad- und Wanderweg entlang der Kamniška Bistrica – in Strömungsrichtung. Zu Ravbars Zeiten war die Ortschaft Domžale nur eine Wegekreuzung. (Domžale wurde erst im Jahr 1952 zur Stadt erklärt und gehört somit zu den jüngsten Städten in Slowenien.) Leider endet dieser idyllische Weg entlang des Flusses viel zu früh . Wir fahren an den Überresten der einst dichten Eichenwälder am Bach Mlinščica vorbei und in Richtung Mala Loka. An der Kreuzung, inmitten von Mala Loka , steht auf der rechten Seite das alte Kloster der Schwestern des hl. Kreuzes mit einer Kapelle . Wir fahren auf der rechten Straße und biegen bei der Mini-Kreuzung bei der Kapelle in Bišče nach links ab . Wir überqueren den Fluss Kamniška Bistrica und sich schon in Selo pri Ihanu. Wie viele Dörfer mit dem Namen „Selo" gibt es in Slowenien? Einige, jedenfalls genügend, um jedes Jahr ein Treffen zu organisieren. Wir fahren in Richtung Ihan weiter; nun befinden wir uns auf einer ziemlich stark befahrenen Straße, deswegen ist Vorsicht geboten.

Das letzte Heim der Familie Ravbar
Zu unserer Linken sehen wir das Verwaltungsgebäude der Farm Ihan . Im Dorfzentrum steht unter Wildkastanien eine übersichtliche Karte der Ortschaft mit Umgebung , . Bei der Kapelle biegen wir rechts an der Kirche des hl. Jurij ab und fahren danach bergauf in Richtung der Kirche der hl. Kunigunde in Tabor . Nun müssen wir die Zügel straffen, wie es auch der Ritter Adam tat, als er hier auf seinem Pferd ritt, allerdings bedeutet das heute für uns, dass wir einen Gang herunterschalten und die Ellenbogen anwinkeln. Etwa auf der Mitte der Steigung beginnt eine Schotterstraße und es ist am besten, wenn wir vom Rad absteigen und zu Fuß über den Hof bis zur Kirche gehen . In der Familiengrabstätte der Familie Ravbar ruht wahrscheinlich auch der mutige Baron Adam. Wir kehren auf demselben Weg ins Tal zurück. Am Ende von Ihan biegen wir in Richtung Goropeče ab. Die Radtour Adams Schild hat die Nummer drei .

Panoramastraße am Hang
Anfangs verläuft die Straße leicht bergauf, im Wald wird die Steigung konkreter. Bald kommen wir zum ökologischen Bauernhof Goropeče , gegenüber der Kapelle . An der Kapelle vorbei führt ein Weg zur Kirche der hl. Nikolaus, die etwa 200 m vom Bauernhof entfernt ist. Wir fahren hinunter bis zum Aussichtsplateau, der an der Grenze zur Stadtgemeinde Dol pri Ljubljani liegt. Es eröffnet sich eine wunderschöne Aussicht auf die nahegelegenen Gipfel der Berglandschaft Posavsko hribovje . Bei den nächsten Kreuzungen führen alle Straßen nach rechts, nach Dol pri Ljubljani, wir biegen jedoch immer nach links ab. Wieder zur Asphaltsstraße angelangt, biegen wir nach links ab , auf einen Fahrweg an einer Heuharfe vorbei , über den Hof und nach bergauf nach links. Wir genießen die Fahrt auf der Panoramastraße am Hang . Am Ende des Dorfes Vinje steht eine Obst-Dörrkammer . Im Dorf können wir den Friedhof neben der Kirche der hl. Maria erkunden, ansonsten setzen wir unsere Tour auf der Schotterstraße am Hang fort . Wir fahren noch über zwei Serpentinen und kommen zum Obst-Bauernhof Vode.

Adams Jagd nach schönen Ausblicken
Bei der nächsten Kreuzung beginnt die Steigung in Richtung Osredek . Der verlassene Bauernhof hat seine einstige Attraktivität noch nicht verloren. Wir fahren wieder auf einer Schotterstraße und hinter der Kurve stellt sich die Straße fast auf. Noch ein letzter Blick auf die Hangstraße hinter uns , bevor wir in den niedrigsten Gang schalten. An der Straße steht auch ein Erinnerungsdenkmal . Bald erreichen wir die Kapelle auf dem Berg Konfin . Links führt eine Straße nach Sveta Trojica, wir fahren allerdings geradeaus zum Aussichtskamm. Die steile Steigung ist schon vergessen, nun genießen wir die einzigartige Aussicht auf Domžale , das Tal Moravška dolina und die Steiner Alpen .

Adam, straffe die Zügel
In Zgornja Javoršica geht es nach der Kreuzung anfangs steil bergab . Moravška dolina liegt vor uns wie auf der Hand . Die Bänke am Weg bieten einen idealen Rastplatz . Unter der Heuharfe am Anfang von Spodnja Javoršica kann man sich die Ausstellung von altem Bauernwerkzeug ansehen. Miro zeigt sie Ihnen gerne . Durch den Wald fahren wir bergab bis Vrhpolje. An der Kreuzung steht ein altes Haus mit der Jahreszahl 1893 . Zu unserer Rechten steht die Kirche des hl. Peter und Paul , doch wir biegen nach links ab und fahren auf einer angenehmen kurvigen Straße durch Stegne. Dann biegen wir nach links in Richtung Dole pod Sveto Trojico auf eine Schotterstraße ab . Gegenüber der Dorfkapelle steht ein verfallendes Haus mit schönen Blumen. Wir fahren durch Kokošenje und hinunter nach Zalog pod Sveto Trojico und überqueren dort den Bach Rača. Wie viele Mühlenräder wurden einst von diesem Wasser angetrieben ?

Das Sommertheater
Bevor wir die Hauptstraße überqueren, können wir auf der Terrasse des Gasthauses Soklič unseren Durst löschen. Bei Studenec neben der Dorfviehtränke steht ein großes überdachtes Sommertheater . Auf der Bühne tritt unser Adam Ravbar auf, wir müssen jedoch zuerst noch sein Schloss besichtigen. Eines Tages werden wir uns aber wirklich eine Aufführung im Rahmen des Sommer-Kulturfestivals ansehen. Beim Feuerwehrhaus und der Kapelle biegen wir in Richtung der Kirche des hl. Kanzian in Škocjan ab. Škocjan liegt in einer Karstkalkstein-Welt, wo Wasser entspringt oder versickert. In der Nähe befinden sich mehrere unterirdische Höhlen und Quellen. Von der Kirche fahren wir bergab durch Brezje bis zur Hauptstraße. Zu unserer Linken sehen wir noch einmal das grüne Dach des Sommertheaters . Auf der Hauptstraße biegen wir nach rechts ab und kurz darauf nach links in Richtung Rače. Das Linksabbiegen auf verkehrsreichen Straßen über die Gegenfahrbahn ist immer unangenehm. Vergessen Sie nicht, die Richtung mit der Hand anzuzeigen!

Zum Aussichtspunkt Račni vrh
Am Kreuzweg steht noch eine Markierung unserer Tour . Wir überqueren das Tal der Rača und fahren bergauf zum Aussichtsplateau Račni vrh. So eine kurze Steigung und ein so schöner Ausblick! Unser Blick reicht bis zu den Steiner Alpen . Wir fahren entlang der Höhenlinie durch das Dorf und dann an Brezovica vorbei in Richtung Gorjuše. An der Kreuzung in der Nähe der Autobahnüberführung biegen wir nach links in Richtung des Höhlenheimes (Jamarski dom) und des Schlosses Krumperk ab .

Das Schloss Krumperk
Zum Heim von Adam Ravbar sind wir kurz vor dem Ende unserer Tour gekommen . Noch heute, wo es schon etwas an seiner einstigen Mächtigkeit verloren hat, wirkt das Schloss Respekt erweckend. Um das Schloss herum sehen wir Pferde auf der Weide . Zu unserer Linken ist die Abzweigung zum Höhlenheim (Jamarski dom), doch wir fahren geradeaus zum Schloss . Was uns alles die Wände erzählen würden, wenn sie nur sprechen könnten. Hier begannen Adam Ravbars Feldzüge. Beim nächsten Hügel schauen wir noch einmal zum Schloss zurück . Bei der Sprungschanze fahren wir geradeaus, entlang der Autobahn, überqueren sie hinter dem Gasthaus Mgan und kehren zum Sportpark zurück. Zum Andenken an den Ritter Adam können wir in der Bierstube Pivnica Adama Ravbarja in Rodica anstoßen. Hoch soll er leben!

 

Das Kloster der Schwestern des hl. Kreuzes in Mala Loka
Einst stand an dieser Stelle das Herrenhaus der Familie Rudež. Im Jahr 1918 kauften es die Schwestern des hl. Kreuzes und bauten es in ein Kloster um. Bereits im Jahr 1920 haben sie ein kleines Hauskraftwerk aufstellen lassen, das von einem Mühlenrad am Fluss Mlinščica angetrieben wurde. Im Jahr 1932 wurde das Gebäude umgebaut und durch eine Kapelle erweitert .

Ihan
Durch Ihan soll vor langer Zeit eine römische Straße und später auch ein Frachtweg vom Hafen an der Sava bei Dol in Richtung Norden geführt haben. Vom Alter des Ortes zeugt auch die Benennung der Kirche nach dem hl. Georg . Diesem Heiligen wurden Kirchen in Orten gewidmet, wo zuvor lange Zeit Heidengötter verehrt hat. Der Fluss Kamniška Bistrica trieb viele Mühlenräder an und überflutete oft das Land, deswegen konnte sich der Ort nicht zu einem bedeutenden Zentrum entwickeln.

Die Kirche der hl. Kunigunde (Kune) in Tabor
In Slowenien gibt es nur wenige Kirchen, die der hl. Kunigunde gewidmet sind . Die Kirche war einst eine Schlosskapelle der Herrschaften von Krumperk und dort wurden sie auch beerdigt. Neben dem goldenen Altar befindet sich auch das Wappen der Familie Ravbar. Die Türken haben den Bewohnern von Ihan viel Leid zugefügt, deswegen wurde neben der Kirche der hl. Kunigunde mit Hilfe der adeligen Familie Ravbar ein Schutzlager erbaut. Die Überreste sind noch heute sichtbar . Der Schutzwall war rechteckig und ca. 5 m hoch und hatte Schießscharten. Unter dem Schutzflur befanden sich Abstellräume, in denen die Bauer ihr Hab und Gut lagerten. Interessant war der Eingang mit der Hebebrücke.

Die Kirche des hl.Nikolaus in Goropeče
In der Siedlung Brdo steht an einer einsamen Stelle die Kirche des hl. Nikolaus aus dem 14. Jh. . Hoch oben an der südlichen Seite des Glockenturmes ist eine Statue des hl. Nikolaus eingemauert . Einen besonderen Wert geben der Kirche die gotischen Fresken, die noch vor dem Jahr 1481 entstanden sind. Typisch sind hier die anmutigen Gesichter der Stauten und das sanfte Falten ihrer Kleidung. In der Nähe der Kirche steht ein alter, aber erhaltener Bauernhof .

Das Sommertheater Studenec
Das überdachte Sommertheater in Studenec bietet Platz für über 1000 Besucher. Am Fuß des Berges Komovec hat es eine hervorragende Lage inmitten der Natur .

Das Schloss Krumperk
Das Schloss Krumperk ging im Jahr 1517 in den Besitz der Adelsfamilie Ravbar über. In dieser Familie wurden zahlreiche berühmte Männer geboren. Der berühmteste war der Baron Adam Ravbar, Kommandant der Krainer adeligen Kavalleristen im Gefecht gegen die zahlenmäßig überlegenen Türken bei Sisek im Jahr 1953. Dieser Sieg verringerte die Gefahr der türkischen Einfälle in der Region Krain. Etwa im Jahr 1580 ließ der Baron Adam Ravbar das ursprüngliche Schloss in das heutige zweigeschossige Gebäude mit einem rechteckigen Grundriss und vier Türmen umbauen. Das Eingangsportal wird von einem Wappen der Baronen Ravbar verziert . Im Jahr 1712 wurde gegenüber des Einganges eine Barockkapelle erbaut .

 

Gasthaus Soklič, Zalog pod Sveto Trojico
Der richtige Ort für alle Esser, die sich gerne gutes, hausgemachtes Essen in guter Gesellschaft und gelassener Atmosphäre gönnen. Das Edle des Alten und Guten ist in diesem Gasthaus nach wie vor zugegen.

Jamarski dom Gorjuša (0,15 km)
In angenehmer Atmosphäre, vom Wald umgeben und mit einer reichen Geschichte, kann man gut essen und sich nebenbei eine interessante Museumsammlung und die Eiserne Höhle (Železna jama) ansehen.

Brauerei und Bierstube Adam Ravbar, Domžale (1,5 km)
Die Tour Adams Schild kann in der Bierstube, die seinem Namen trägt, abgeschlossen werden. Man wird Ihnen den Gulasch Adam Ravbar, ein Ritterschnitzel... und natürlich das Hefebier Adam Ravbar aus der eigenen Brauerei anbieten.

 

Der Ritter Adam Ravbar, Kommandant der Krainer adeligen Kavalleristen im Gefecht gegen die zahlenmäßig überlegenen Türken bei Sisek im Jahr 1593, wird im folgenden Volkslied ewig leben:

Ravbar rief seine Soldaten zusammen, vereint ritten sie zum Sisek hinunter.
Türken am Kriegsfeld waren so viele, wie Ameisen im Nest man fände.
Ravbar galoppierte rasch, dem großen Knecht jedoch befahl: „Schnell" sagte er,
„kletter auf den hohen Baum, auf die Fahnen musst du schaun:
Sind sie weiß, so wird die Mühe groß;
Sind sie aber rot, keine Furcht vor Ort.
Den Türken werden wir besiegen, nichts Leichteres als ihn zu kriegen,
Ruhe geben wir nicht, bis er am Boden liegt."
Der Knecht der sieht nur rote Fahnen, so hatten die Krainer kein Erbarmen:
Auf die Türken sich gestürzt und sie alle ausgemerzt. (Freie Übersetzung, Anm.d.Ü.)

 

Der Tourismusverband von Ihan organisiert jedes Jahr am 26 Juni, an seinem lokalen Feiertag, eine Veranstaltung mit Markt.
Jeden Sommer wird von den Mitgliedern des Kulturvereins Miran Jarc aus Škocjan ein Sommer-Kulturfestival in Studenec veranstaltet. Das Programm kann man sich auf folgender Seite ansehen: http://studenec.net
Das Kulturzentrum Franc Bernik in Domžale sorgt für ein reichhaltiges Veranstaltungs- und Ausstellungsprogramm. Nähere Informationen finden Sie unter http://www.kd-domzale.si/

 

Die Tour beinhaltet einige gefährliche Überquerungen von Hauptverkehrsstraßen, also ist Vorsicht geboten!