ZWERGOHREULE
Länge
66,7
Länge 66,7 km
Benötigte Zeit
05:00
Benötigte Zeit 05:00
Največja strmina vzpona[%]
5
Max. Steigung: 5 %
Max. Gefälle: 11 %
Max. durchschnittliche Steigung: 7 %
Länge der Steigungen über 5%: 9,10 km
Niedrigster Punkt der Strecke: 894 m
Höchster Punkt der Strecke: 279 m
Höhenunterschied: 1303 m
Poraba kalorij
10174
Energieverbrauch für Männer: 10174 kJ (2430 kcal)
Energieverbrauch für Frauen: 8290 kJ (1980 kcal)
Schwierigkeitsgrad
Schwierigkeitsgrad: Sehr anspruchsvoll
Qualität der Wanderwege
Qualität der Wanderwege: Mischfahrbahn
Fahrradtyp: Trekking-Bike
Kurze Beschreibung

Diese Tour, die ihren Namen wegen ihres Umrisses bekam, ist eine der anstrengendsten, die hier beschrieben wird. Nicht nur wegen ihrer Länge, auch nicht wegen der mehr als 1200 m Höhenunterschied, des weiteren auch nicht weil man an zwei Hängen fast die Zähne zusammen beißen muss, auf zwei Hängen Angst davor hat, auf den Kopf zu fallen, und nicht zu Letzt deswegen, da die Tour an ihrem schwierigstem Punkt orientierungsmäßig schwer ist. Die schöne Aussicht und die atemberaubende Gegend wiegen die Anstrengung auf. Diejenigen, die in schlechterer körperlicher Verfassung sind, können die Tour in zwei Teile teilen; vor allem da nach der ersten überwundenen Steigung und dem Abstieg zum Tal Tuhinjska dolina die Thermen Snovik zur Muskelentspannung und Vorbereitung auf den weiteren Weg einladen. Wenn wir den Weg in zwei Teile aufteilen, und die Tour in anderthalb Tagen schaffen, können wir ausführlicheren Natur- und kulturellen Sehenswürdigkeiten mehr Zeit widmen, von denen es auf unserem Weg nur so wimmelt.

Verlauf

Šentjakob – Pšata – Mala Loka – Prelog pri Ihanu – Krumperk – Škocjan– Brdo pri Lukovici – Velika Lašna – Vaseno – Snovik – Bela Peč – Gozd – Brezje nad Kamnikom – Mekinje – Kamnik – Križ – Mengeš – Trzin – Črnuče – Nadgorica – Šentjakob

Šentjakob
Wir steigen auf unseren Drahtesel am Parkplatz bei der Kirche des Hl. Jakob und fahren über die Magistrale Črnuče-Litija übers Feld in Richtung Siedlungskern. Auf unserer Linken steht die Lack- und Farbenfabrik Belinka , die in der Siedlung schnell aus unseren Augen verloren geht. Wir überqueren noch die Straße in Richtung Domžale und fahren zur Überführung über die Autobahn, die uns eine Sicht zum Reaktor des Instituts Jožef Štefan und Podgorica ermöglicht. Die Fahrt ist angenehm, auf flacher Ebene und so haben wir auf der Asphaltstraße das Gefühl, dass die Tour ein kleiner Happen sein wird.

Pšata
Bald erreichen wir das Dorf Pšata, das den gleichen Namen wie der hindurch fließende Bach hat . Anfangs ist es nicht ganz klar, ob das ein Bach oder ein Fluss ist. Nach der Größe des Bettes ist es eher ein Bach. Solche Eigenschaften werden ihm auch auf der Internetseite der Gemeinde zugeschrieben. Man findet aber den Fluss Pšata als rechten Nebenfluss der Kamniška Bistrica, die ihr Gewässer in Domžale anreichert. Weil wir uns gerade gut auf unserem Rad eingefahren haben, eilen wir schnell weiter und biegen im Dorfzentrum von Bišče in Richtung Norden. Die ganze Zeit über fahren wir zwischen Ackerfeldern, hier ist die Erde fruchtbar, aber auch die fleissigen Einheimischen tragen dazu bei.

Mala Loka
Im Dorf Mala Loka ist das Schwesternkloster des Hl. Kreuzes (Schloss Mala Loka) sehenswert . Der prächtige Klosterturm verbindet die zwei Gebäude. Gegenüber des Klosters steht ein Kreuz-Denkmal zum Andenken an Gefallene des Ersten Weltkriegs und den eucharistischen Kongress . Unseren Weg setzten wir entlang des Bachufers der Mlinščica bis zur Überführung über die Autobahn fort. Wenn wir die umliegenden Felder und Alpen über der Gegend sehen wollen, fahren wir hinauf. Der heutige Weg führt uns am Fuße der weitliegenden Kamniker Alpen entlang und so gerät das anfangs auftretende Gefühl vom einfachen Radweg über die »Zwergohreule« in Zweifel. An der Kreuzung gibt es eine Orientierungstafel zum Radweg, auf dem wir radeln , es ist aber nicht im ganzen unser Radweg, deshalb müssen wir auf ähnliche Tafeln, von denen es viele gibt, aufmerksam sein, damit sie uns nicht täuschen. Hinter Kamniška Bistrica überqueren wir den Wanderweg »Zelena os« (grüne Achse), der an den Flussufern verläuft und dessen Beschreibung wir bei den Wanderwegen finden . Durch einen kleineren Wald gelangen wir zur Siedlung Prelog, die schon an die Siedlung Ihan anschließt. An der Kreuzung wenden wir uns wieder in Nordrichtung.

Skipisten von Ihan
Wir radeln einige Zeit parallel zur Autobahn, wo wir bei ihrem Anschluss auf der rechten Seite einen Imbiss bei den Skipisten von Ihan sehen. Wir hoffen, dass die Einladung »Welcome bikers« bald mit der Aufschrift »Welcome cyclists« ergänzt wird. Hier können wir uns eine Auszeit nehmen, wenn es unser Zeitplan zulässt; am Teich plaudern wir mit der Gänsefamilie , die uns in Erwartung auf Futter begrüßen kommt. Danach schauen wir uns noch das Skisprungzentrum an, wo zum Leid der Skispringer nur kleine mit Plastik bedeckte Skischanzen erhalten werden, und die große schon ohne Anlaufbahn verfällt. Sofort hinter den Skipisten fahren wir auf die Schotterstraße, die uns durch den Wald in Richtung Gorjuši und der Burg Krumperk führt.

Burg Krumperk
Sobald wir aus dem Wald heraus fahren, hören wir Waffenklirren und Pferdewiehern. »Nicht dass wieder Adam Rauber seine Soldaten für einen Kampf zusammentreibt?« Vielleicht sind an unserer Einbildung ein kleinerer Steilhang und die Erwartung auf die einst herrliche Burg schuld, denn wir haben auch schon den Krach von Rasenmähern auf den umliegenden Wiesen mit Waffenklirren verwechselt. Das spielerische Pferdewiehern im nahen Pferdeclub war aber echt. Bei der Linde am Gebäude des Pädagogischen Forschungszentrums für Pferdezucht neigt sich die Straße und wir müssen uns bald entscheiden, ob wir vorbei am Höhlenheim auf Gorjuša lossausen oder zu ihm hinauffahren. Wenn wir genug Zeit haben, fällt die Entscheidung zu Gunsten des Heims, denn man kann ihre Sammlung nicht übersehen, als Zugabe wird die Ansicht der Eisenhöhle empfohlen. Wenn wir uns bis zum Höhlenheim bemühen, können wir nach der Besichtigung mit dem Radfahren durch das Dorf Gorjuča weitermachen und uns der vorgesehenen Route 100 m bevor wir nach links auf die Straße abbiegen, die uns an Brezje pri Dobu bis Škocjan führt, anschließen.

Škocjan
Zur Auswahl stehen uns zwei Wege zur Verfügung: ein kürzerer, zu dem wir sofort hinter dem Dorf Brezej gelangen, und ein etwas weiterer über Studenec, wo der Kulturverein Miran Jarc aus Škocjan jedes Jahr viele Kulturveranstaltungen im dortigen Sommertheater organisiert. Das Dorf Škocjan bekam seinen Namen nach der Kirche des Hl. Kanzian , deren Vorgängerin schon im 14. Jh. entstand. Die Kirche wurde später neu gebaut und mehrmals renoviert.
Es liegt noch ein weiter Weg vor uns, deshalb eilen wir weiter, besonders auf uns noch eine flache bequeme Radstrecke wartet. Von der Straße in Richtung Prevoje pri Lukovici müssen wir noch vor der Autobahn nach rechts zu Imovica abbiegen, und sofort vor dem Dorf wieder nach links durch Šentvid pri Lukovici in Richtung Brdo. Bei der Straßenüberquerung Domažale – Celje ist Vorsicht geboten, denn der Verkehr ist trotz naher Autobahn noch immer sehr dicht. Außerdem steigt der Weg und die Erkenntnis, dass wir für einige Zeit keine gerade Strecke vor uns haben, macht unsere Pedale irgendwie langsamer.

Brdo pri Lukovici
Die Siedlung erreichen wir mit Leichtigkeit, obwohl es noch einige Steigungen gibt. Am Anfang wird unsere Aufmerksamkeit zur Kastanienallee gelenkt, der ganz schön die Federn gerupft wurden und es noch einige Frühlinge brauchen wird, bis die Bäume wieder bewachsen sein werden . Sofort hinter der Allee gibt es einen kleinen Teich , der im Herbst mit schönen Bäumen-Farben, den blühenden Seerosen auf dem Teichspiegel von Sommeranfang bis spät in den Winter überrascht. Der Teich gehört zum Schlosspark Brdo . Weil von der Burg nur die Außenwände übrig sind, schauen wir uns lieber den Schlosspark an und verbeißen uns danach in den Hang. Jetzt wird es ernst, denn auf 6 km langer Strecke werden wir um fast 300 m aufsteigen.

Velika Lašna
Und wir sind aufgestiegen! Der Weg schlängelt durch den Wald , an manchen Stellen wird er flach und der Wald überlässt Wiesen und Weiden das Feld . Bevor wir Velika Lašna erreichen, können wir unseren Blick zu den Julischen Alpen mit Triglav an der Spitze lenken. Man kann sie für einen kurzen Augenblick am Ende des Hangs über Preserje bei Zlato polje sehen, als ob sie uns sagen wollten: »Damit man weiß, wer hier der Boss ist! Wir lassen uns von den Wäldern und Bergen nicht in den Schatten stellen!« Da wir schon am Gipfel der ersten wirklichen Steigung sind, können wir uns hier etwas ausruhen und stärken. Mit den Getränken müssen wir nicht sparen, denn bald haben wir die Gelegenheit, unsere Vorräte aufzufüllen.
»Fahren Sie rechts,« hätte uns die freundliche Dame auf dem Navigationssystem geraten, wenn wir ganz verschwitzt in Velika Lašna ankommen. Das kleine Dörfchen am Klammhang über das Tal Tuhinjska dolina hat an sich etwas charismatisches. Die Einfachheit und Freundlichkeit wird noch mit einem Teich im Bodenmulden am Dorfende untermalt . Nach der im Dorfzentrum stehenden Anweisung fahren wir nach rechts, und als wir einige Meter aufsteigen, ist auch schon die Belohnung für unsere Mühe da, denn es folgt ein langer Abstieg zur Tuhinjska dolina, über der der Berg Menina planina aufsteigt .

Tuhinjska dolina
Ach zum Teufel damit! Der Weg ist steil und schmal , somit ist Vorsicht geraten, obwohl es fast keinen Verkehr gibt. Mehr oder weniger bremsen wir direkt vor dem Dorf Vaseno . Wir gehen aber nicht dahin, sondern biegen in der letzten Kurve vor dem Dorf nach links auf die schmale Schotterstraße ab, in Richtung Dorf Potok. Es gibt zwei Gründe dafür.
Erstens: wir kommen sofort im Flachland an, machen bei der Heilwasserquelle einen Halt, die von den Einheimischen aus Potok und Vaseno gepflegt wird. Hier füllen wir unsere Wasservorräte, denn die nächste Steigung wird anstrengender und wir werden das Wasser benötigen. Und zweitens: wenn wir diesen Weg weiter radeln, werden wir in Potok nur noch 50 m über die Magistrale Kamnik - Trojane fahren müssen, um die Abzweigung zu den Thermen Snovik zu erreichen.

Snovik
Wir radeln zu den Thermen Snovik nach einem guten Kilometer leichten Aufstiegs durch das Tal . Außer einem schmalen Pass von Feldern und Wiesen werden wir nur von Wäldern umgeben. Haben wir uns dazu entschieden, die Tour in einem Tag abzuhacken, bleibt uns keine Zeit für die Thermen, die ihrer Entstehung nach, die Jüngsten in Slowenien sind. Übers Tal bis zum Dorf Snovik setzten wir unseren Weg fort. Gab es bis jetzt keine Lust oder Zeit für eine Mahlzeit, kann man im Gasthaus und der Pizzeria Izba die letzte Gelegenheit dafür nutzen, und sich vor der anstrengenden Steigung noch etwas Entspannung gönnen.

Sofort hinter dem Dorf wird die Asphaltstraße zur schmalen, aber gut in Stand gehaltenen Schotterstraße , die hoch über dem Bachufer des Snovišček in Richtung höchstem Punkt unserer Tour aufsteigt, und zwar zum Dorf Sovinja Peč, wo wir auf 902 m über dem Meeresgrund kommen.

Bela Peč und Sovinja Peč
Die Siedlungen bestehen aus einigen zerstreuten Häusern unter dem westlichen Kamm von Menina planina, so braucht der Postbote viel Erfahrung, um die richtige Adresse zu finden. Sobald wir zur ersten Kreuzung gelangen , stehen wir vor einer wichtigen Entscheidung: links auf den Schotter zu den Häusern von Sovnja Peč (ursprüngliche Trasse) oder nach rechts über die Asphaltstraße bis zum Hofgut Osredkar (bela Peč) und über dem Hof nach Westen übers Flachland (ein schöner Waldweg). Diejenigen, die in guter körperlicher Verfassung sind und ein Mountainbike haben, sollen die Grundtrasse auswählen, sie bietet mehr Adrenalin, Aussichten, eine verspätete Blume und einen kleinen Wasserfall des Sovinjski potok .
Denjenigen Radfahrern, die sich auf den Weg mit einem Trekking-Bike gemacht haben, wird die Richtung Rechts empfohlen. Es kann sein, dass Radfahrer mit einem Antriebsrad wegen schlechthaftbarem Kiesel auf der Schotterstraße bis Sovinja Peč auf der Steigung zum Drehen kommen und so müssten den Restweg zu Fuß laufen. Die rechte Variante ist äußerst steil, es ist jedoch von uns abhängig, wie erschöpft wir zum Gipfel gelangen.
Beide Wege vereinen sich über dem Hofgut Bela Peč Nr. 4 , wo wir nach links abbiegen (Grundtrasse). Bis Sovinja Peč sind es noch 1,5 km und 120 m Höhenunterschied, und mit dem Gedanken, dass es mit den steilen Aufstiegen bald zu Ende ist, fährt sich das Fahrrad leichter. Der gelegentliche Blick zum Süden, wo unter uns Tuhinjska dolina schlängelt und über ihren Hügeln Krim und hinter ihm auf der Linken noch Snežnik prangen, peppt die Tour auf . Es stehen noch einige Steigungen auf dem Plan, jedoch wird es so anstrengend, wie zu Sovinja Peč nicht mehr sein.

Langsam steigen wir in Richtung Črnivec abwärts, fahren aber in Podlom geradeaus, bevor uns der Weg zum Pass geführt hätte. Es ist noch immer eine nicht gerade gute Schotterstraße, jedoch ist die Fahrt mit einem Trekking-Fahrrad nicht mehr anstrengend, da es keine extremen Steigungen mehr gibt.

Gozd
Das malerische Dorf Gozd hat mehr Häuser als die vorherigen Siedlungen; neben einzelnen, verstreuten gibt es die Neusiedlung und den alten Dorfkern. Es wurde 2008 nach den schlimmen Windverwüstungen bekannt, die viel Schaden angerichtet und für einigen Zeit auch die Landschaft verändert haben.
Im Dorf steht die Kirche der Hl. Anna, davor ein gut erhaltener Brunnen . Gleich hinter der Kirche biegen wir nach rechts, so dass das gelbe Haus auf unserer Linken ist, und hinter dem Haus wieder auf die Schotterstraße zum Dorf Brezje nad Kamnikom. Gleich öffnet sich eine Sicht zu Velika Planina und der Kirche des Hl. Primož unter dem Berg . Hinter der großen Wiese geht die Straße auf die Nordseite des Klamms unter Vovar über. Gäbe es keinen Wald, hätten wir hier eine tolle Aussicht auf Grintovec und die Berge unter ihm, so aber bietet sich nur ab und zu zwischen den Bäumen ein Blick. Nach 1,5 km langer mehr oder weniger flacher Straße, beginnt hier eine schnelle Abfahrt zum Tal.

Brezje
Bis jetzt haben wir 40 km zurück gelegt, und zur Feier dieser runden Zahl fahren wir wieder auf dem Asphalt. Vom Wald haben wir uns 200 m herabgelassen und jetzt wird es nur noch schneller gehen. Im Dorf zieht der schöne Heustadel unsere Blicke zu sich. Nach einer langen Abfahrt gelangen wir nach Zduša, wo auf der Linken die Ruinen der gleichnamigen Burg stehen . Traurig, aber wahr, so fahren wir weiter nach Mekinje.

Mekinje
Am Dorfrand steht schon seit dem 13.Jh. ein Kloster , das dem Dorf seinen Stempel setzt. Da noch eine Kirche hinzukam , sieht alles mächtig aus. Man kann den Komplex schon Weitem sehen. In Mekinje fahren wir an seiner Mauer in Richtung Kamnik vorbei.

Kamnik
Die Fahrt bis Kamnik ist einfach und so bekommen wir das Gefühl, dass wir uns diese bequeme Fahrt auch verdient haben. Auch die wenig befahrene Straße trägt dazu bei. Lange Zeit war Kamnik die Hauptstadt des Landes Krain, und hier blühte der Handel schon im Mittelalter. Von seiner Bedeutung sprechen viele Kulturdenkmäler und so ein Denkmal ist der ganze Altstadtkern . Und da dieser für den Verkehr geschlossen ist, lädt es geradezu ein, einfach mit dem Fahrrad durchzufahren und sich flüchtig seine Sehenswürdigkeiten anzuschauen: die Kapelle auf Mali grad , das Rudlof Maister Denkmal , das Franziskanerkloster, Plečniks Hausfassade in Maistrova ulica 2 . Die Besichtigung endet auf Šutna, wo eine Reihe an mittelalterlichen Häusern erhalten blieb. Ihnen werden wir uns andermal mehr widmen. Trotzdem lohnt es sich, zum Mali grad aufzusteigen , denn hier werden wir für die paar Schritte mit einer schönen Aussicht belohnt.
Da Kamnik klein und sein Kern noch kleiner ist, sind wir im Augenblick auch schon am Ende und fahren an der Kreuzung in Richtung Kranj und Hauptbahnhof. Wir biegen nicht zur dieser Straße, außer wir sind mit dem Zug angekommen und haben hier die Tour angefangen. Den Weg setzten wir in Richtung Podgorje fort . Hier gibt es weniger Verkehr und man fühlt sich sofort sicherer.
Križ
Der Straße nach Kranj schließen wir uns am Kreisverkehr an, vor dem Dorf Križ. Es bleibt uns nicht viel Zeit, wir biegen aber trotzdem nach rechts zum Teich Kriški bajer , strecken unsere Beine und steigen zu den Ruinen der Burg Križ herauf, von wo es einen schönen Ausblick auf das Dorf und Mengeško polje gibt . Zurück am Teich, setzten wir unseren Weg auf der Lokalstraße bis zur Straße in Richtung Kranj fort.

Mengeš
Wir überqueren die Straße und fahren über die schmale Asphaltstraße über das Feld in Richtung Mengeš. Nach einem halben Kilometer erblicken wir auf unserer Linken die Kapelle von Maria, der Königin der Engel, die von dem Maler Matija Koželj bemalt wurde und dort schon seit mehr als 250 Jahren steht. Hier lohnt es sich, zurück zum Grintovec zu blicken, der den ganzen Tag von Weitem her über uns wacht . An der Kapelle und der Farm vorbei, fahren wir bis zur Kreuzung. Wir lassen uns von der schönen Asphaltstraße nach links (Umfahrt) oder nach rechts (Komenda) in den Bann ziehen, und fahren auf die schlecht instand gehaltene Schotterstraße geradeaus zu Mengeš. Am Anfang der Industriezone von Mengeš auf der rechten Seite am Ende der Siedlung, schließen wir uns der Straße Mengeš – Komenda an. Wir beigen zur Ampel nach links und nach 100 m rechts auf die Šolska ulica, die wir hinter der Brücke verlassen. Über den Bach Pšata biegen wir zur Schule ab und danach über die Allee bis Gasilska ulica und von da aus zum Trdinov trg. Den Weg setzen wir am Denkmal von Janez Trdin, seinem Geburtshaus , wo sich heute eine Musikschule und eine Instrumentenfabrik befinden, vorbei nach Trzin fort.
Dahin gelangen wir über eine verkehrsarme Straße, wo der Verkehr zusätzlich von Geschwindigkeitsbegrenzungen geregelt wird und fahren am Denkmal des nationalen Befreiungskampfes (NOB) , dem Dorf Loka und der Kirche des Hl. Florian vorbei.

Trzin
Das ist wahrscheinlich die am schnellsten wachsende Stadt Sloweniens. Einer fortschrittlichen Führung ist es zu verdanken, dass sie die Nähe zu Ljubljana genutzt hat und mit mutigen Schritten in guten drei Jahrzehnten aus dem Dorf eine Stadt machte. Hier werden wir uns lange aufhalten, denn nach fast 60 zurückgelegten Kilometern und 1250 Metern Höhenunterschied sind wir erschöpft. Eine Besichtigung von Sehenswürdigkeiten sparen wir uns fürs nächste Mal, denn einige von den beschriebenen Radwegen verlaufen durch diese Gemeinde. Ein Radweg vollzieht sich durch die ganze Gemeinde und ermöglicht eine sichere Fahrt durch drei Stadtgebiete: altes Dorfkern mit neuen Gebäuden, neue Wohnsiedlung und OIC kaj je to? , . Der Radweg endet nicht in OIC, sondern geht über die Ljubljanska cesta bis Štajerska cesta, wo er bei der Siedlung Dobrava die Ljubljanska cesta überquert. Hier verläuft der Weg zwischen den beiden Štajerska cesta, näher zum lokalen Zufahrtsweg , und endet an der Ampel auf Dunajska cesta. Zasavska cesta ist nicht so sicher, deshalb soll man hier vorsichtig sein. Zum Glück gibt es dort häufig eine Verkehrskontrolle mit echten Polzisten, deshalb verläuft der Motorverkehr etwas langsamer. Nach etwa 3 km biegen wir auf die Zajčeva ulica und fahren auf ihr, vorbei am Zeichen , bis zum Parkplatz, wo unsere Tour begann.

 

Schloss Mala Loka
Die ersten Informationen über das Schloss (Hoff Lack) stammen aus dem Jahr 1332, als es als Besitz der Herrschaften von Mengeš erwähnt wird. Nachdem das Schloss unzählige Besitzer wechselte, wurde es zum Eigentum der Missionsgesellschaft des Hl. Vinzenz, die im Jahr 1920 im Schloss das Ordensfrauenkloster des Hl. Kreuzes errichtete. Um 1930 wurden die zwei ursprünglichen Gebäude mit dem Bundflügel verbunden und ein runder Turm zwischen den Flügeln gebaut. Das Schloss ist vollständig überarbeitet. In ihm sind mittelalterliche architektonische Elemente nicht mehr zu finden. Während des zweiten Weltkrieges wurde ein Flügel von den Deutschen besetzt, im Jahr 1943 wurde er von den Partisanen niedergebrannt, jedoch wurde er nach dem Krieg von den Ordensfrauen renoviert.

Burg Krumperk
Auf dem Grundstein des Schlosses Kreutberg aus dem 14. Jh., baute um etwa 1580 Baron Adam Rauber ein einzigartiges zweistöckiges Renaissancegebäude, das durch die vier Ecktürme und ein Dachboden-Konsolkranz mit Schießscharten ein festungsähnliches Aussehen verleiht. Das Schloss ging in den Besitz der Familie Rasp über und blieb für eine längere Zeit in deren Händen. Im Jahr 1928 wurde es vom Fabrikant Pogačnik aus Maribor gekauft, nach dem Krieg wurde es verstaatlicht. Es wurde zu Wohnungen umgebaut, einige Zeit befand sich in ihm auch das Museum des Strohbaugewerbes. Nach der Entstaatlichung wurde es den Erben der einstigen Besitzer zurückgegeben.

Burg Brdo
Die prächtige Renaissanceburg wurde 1552 von der Familie Lamberg errichtet. Genau dreihundert Jahre später kam hier der slowenische Schriftsteller Janko Kersnik zur Welt. Zur Erinnerung an ihn wurde in der Wand des südwestlichen Turmes eine Gedenktafel eingemauert . Hinter den Schlossmauern wurde reiche Geschichte bis zum zweiten Weltkrieg geschrieben, als das Schloss niedergebrannt und nie mehr renoviert wurde. Der Schlosspark ist noch heute interessant .

Schloss Zduša oder Reboljs Schloss
Das Schloss wird zum ersten Mal im 16. Jh. erwähnt. Das Anwesen verfällt unaufhaltsam, nur die Barockkapelle ist einigermaßen erhalten . Es wechselte mehrmals den Besitzer, unter Ihnen war auch der Verwalter der Burg Križ (Gallenberg). Im Ersten Weltkrieg war hier ein Krankenhaus für die Krieger der Isonzofront.

Ursulinenkloster in Mekinje
Der Vorgänger des heutigen Klosters war die Burg der Grafen Gallenberg, die sie dem Orden der Klarissen schenkten. In der Vergangenheit wurden die Nonnen und das Kloster nicht verschont. Das Kloster war zerstört, aufgebaut, aufgelöst und seit 1902 Eigentum der Ljubljaner Ursulinerinnen.
Eine Besonderheit des Klosters stellt die gotische trauerende Mutter Gottes aus dem Jahr 1903 dar. Vor einiger Zeit stand das Kloster zum Verkauf, jedoch konnte die Gemeinde Kamnik nicht genügend Mittel zum Ankauf sammeln.
Das Kloster kann man sich bei Voranmeldung oder im Rahmen einer touristischen Führung (TIC) ansehen.

Burg Križ
Die Burg wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts vom Grafen Ahacij Turn überbaut, als er von der Burg Stari grad bei Kamnik her zog. Schon damals nannte man sie Križ oder auf Deutsch Kreuz. Die späteren Eigentümer waren die Auersperger, die die Burg der Familie Apfaltrer hinterließen, die bis zum Ende des zweiten Weltkrieges in ihrem Eigentum war. Im Jahr 1944 wurde die Burg von Partisanen niedergebrannt, nach dem Krieg wurden die Ruinen von den Bewohnern in der Gegend als Baumaterial benutzt. Von der Burg, die einst nach reichen Kunstsammlungen bekannt war, ist heute fast gar nichts übrig geblieben. Unter dem Anwesen ist der romantische Teich Gajšek (oder auch der Križki Teich genannt).
Kirche des Hl. Michael in Mengeš Die Kirche stammt wahrscheinlich aus der romanischen Zeit, wurde aber nach 1400 im gotischen Stil umgebaut und später barockisiert. Im 15. Jahrhundert wurde das Presbyterium mit den bekannten Fresken des Janez Ljubljanski (Johannes von Ljubljana) gebaut. Das Baptisterium und der Beichtstuhl wurden nach den Plänen des Architekten Jože Plečnik gebaut.
Die Kirche des Hl. Florian in Trzin
Im 14. Jh. Wurde die gotische Kirche des Hl. Florian gebaut. Davon sind heute ein Kreuz, ein Leuchter und die Statue des Hl. Florian aus Sandstein, der aus dem 15. Jh. stammt, erhalten.
Die Kirche wurde mehrmals umgebaut, deshalb kann man dort Stile der Gotik, des Barocks und der Neoromanik finden. Es ist interessant, dass die ursprüngliche gotische Kirche genau in die entgegengesetzte Richtung von der heutigen gedreht war.
In der Kirche befindet sich angeblich die Ausstattung von Jože Plečnik, die um 1958 entstand. Dazu gehören das freistehende achteckige Weihwasserbecken im Kirchenschiff, die Nische mit einer älteren Plastik, die Hängelampe und das Kreuz im Nordteil des Schiffs.

 

Gasthasu Brinovc, Šentjakob
Dieses Gasthaus hat eine ehrenwürdige Tradition. Es ist für slowenische Gerichte, internationale Küche und Fischgerichte bekannt.

Gasthaus Janežič, Pšata
Das Gasthaus mit Übernachtungsmöglickheit hat eine 70-jährige Tradition. Im renovierten Ambiente mit einer freundlichen Bedienung, bekommt man hausgemachtes Essen, als auch übliche internationale Gerichte.

Gasthaus Zajc, Mala Loka
Das Gasthaus ist für gutes Essen bekannt, es hat zwei Tennisplätze und es ist auch für Rekreation gesorgt.

Das Höhlenheim Gorjuša
Es ist nicht nur für sein Essen bekannt. In seinen Kellerräumen steht ein Höhlenmuseum mit vier Sammlungen: Strohhüte, Tropfsteine, Archäologie und Sammlungen vom Einheimischen Robič.

Thermen Snovik
Mitte des letzten Jahrhunderts folgten Fachkräfte den Gerüchten von Heilungswasser, das hier aus mehreren Quellen in der Gegend von den Dörfern Potok, Snovik und Vasen entspringen soll. Chemische Analysen haben ergeben, dass das Wasser ausgezeichnet ist und viel Magnesium, Calcium enthält und genug Durchlass gibt. Deshalb konnte man ernsthaft über Thermen nachdenken. Nach vier Jahrzehnten wurden die Wünsche der Einwohner erfüllt und so bekamen wir ein neues Thermalzentrum, bekannt für sein breites Angebot und die Verwöhnung der Gäste.

Gasthäuschen und Pizzeria Izba
Die Gäste werden mit Gerichten aus Kachelofen, hausgemachten Desserts verwöhnt, was mit ausgezeichnetem slowenischem Wein ergänzt wird.

 

Šentjanževo
Der Feiertag zum Andenken an Diakon den Hl. Štefan Šentjanževo fällt mit dem Tag der slowenischen Unabhängigkeit und Einheit zusammen.
Er hat aber auch eine Kultur-historische Bedeutung. Aus den damaligen Schriften geht hervor, dass dieser Tag als Tag der Dienstmädchen und Knächte bekannt war; so hatten diese an dem Tag frei und der Herr musste ihre Arbeit erledigen. Sie konnten auch den Arbeitgeber wechseln, so könnte man das heute nennen. Sie blieben bei dem gleichen Herren, wenn sie mit ihm ein Zeitvertrag von einem Jahr abschlossen.

Legende von der verfluchten Gräfin Veronika
Veronika war eine schöne und geizige Gräfin, die auf Mali grad lebte. Einst baten sie drei Priesterbrüder um Hilfe beim Bau einer Kirche, in der alle drei gleichzeitig ihre Messen abhalten würden. Der Geizhals sagte ihnen, dass sie sich lieber in eine Schlange verwandeln würde, anstatt ihnen Geld zu geben. Und so kam es auch. Sie wurde in eine halb Schlange, halb Mädchen verhext und versteckte sich in eine Höhle unter der Burg, wo sie noch heute den Schatz bewacht und auf einen mutigen Retter wartet.

Legende von Räubern
Eigentlich sind es keine Legenden, denn die Räuber waren ganze 900 Jahre eine erfolgreiche Organisation. Sie bestanden aus Kriegsdeserteuren, Kriegsflüchtlingen, Arbeitslosen, Herumtreibern und später auch aus Gefangenen u.Ä. Die Räuber lebten in kleineren Gruppen in den Wäldern und Bergen. Sie hatten eine strenge Hierarchie. Im wesentlichen beschäftigten sie sich mit Erpressung, Diebstahl und Einschüchterung von Reichen.
Die Geschichten der Räuber werden in den literarischen Werken von Josip Jurčič und Janko Kersnik zum Leben erweckt.

 

Tage der Volkstrachten und des Volkstrachtenerbes, Kamnik
Das alljährliche internationale Folklorefestival findet Anfang September statt. Bei den Umzügen waren schon mehr als zwei tausend Teilnehmer dabei.

 

Die Trasse ist lang und verläuft auch über Schotterstraßen, da Straßen und Orte mit wenigem Verkehr, dafür aber interessanter und abgegrenzt vom touristischen Geschehen ausgewählt wurden. Diese sind, abhängig von der Jahreszeit, in mehr oder weniger guter Verfassung.
Die Trasse schneidet sich mit Regionalstraßen und Magistralen, deshalb müssen wir bei der Überquerung besonders vorsichtig sein.